Lauftreff TV Ottweiler

Deutsche Meisterschaft 100km Straßenlauf PDF Drucken E-Mail
  

 

 

allerdings muss man auch erst einmal hinkommen nach Berlin! Hürde Nummer 1.

Carsten, Anja und ich hatten bei unserer Reise nicht nur mit Anfangsschwierigkeiten

zu kämpfen (der erste Zug ab Ottweiler fiel schon aus, so dass wir bereits mit einer

Stunde Verspätung starteten), auch später wollte es nicht so recht rollen. Der

Intercity kam bis Braunschweig:“ Dann eine Durchsage:“Liebe Fahrgäste, ich

möchte um Ihre Aufmerksamkeit bitten..“. Das verhieß nichts Gutes und so war

es auch: Schwere Unwetterfront und Tornado im Nordosten, alle Strecken nach

Berlin gesperrt, Bäume auf den Gleisen, Bäume auf Zügen, Wasser in den

Straßen.... Ungewiss, ob wir weiterkommen würde.

Aber wir hatten Glück. Nach satten 3 Stunden Verspätung lief unser ICE dann

doch noch im gespenstisch leeren Berliner Hauptbahnhof ein. Uff! Erste Hürde

genommen.

Mitsamt den Koffern überfielen wir sodann hungrig ein nettes Restaurant, um gleich

danach durstig in einen nicht weit entfernten Biergarten zu eilen. Dort stand mir

dann die nächste Überraschung (diesmal aber eine überaus schöne) bevor:

BUFFY stand mir plötzlich gegenüber, die sich heimlich aufgemacht hatte, um uns

beim Lauf zu unterstützen. Praktischerweise wohnen ihre Töchter ja da oben..Toll!

Zu viert kommt noch mehr Stimmung auf als zu dritt (vor allem wenn die Vierte

Renate heißt!)

und so wurde es dann ein etwas längerer feuchter Abend, im Laufe dessen wir

noch eine gute

Portion flüssiger Kohlenhydrate vor dem Lauf getankt haben und auch noch

ordentlich

gewaschen

wurden, denn die Gewitter hatten Berlin wiedergefunden. Aber schön war das!!!

Am Vortag zusammen an der East Side Gallery

Am Samstag morgen um 4:30 aufstehen und um 5 mit der Taxe zum Start.

Punkt 6 ging es los

auf die 5km-Runde durch den Plänterwald und entlang der Spree.

Bei Kilometer 28 lief Carsten

planmäßig zum ersten Mal von hinten auf und überrundete mich.

Bei Kilometer 70 (bei ihm bereits 80)

trafen wir uns erneut und liefen 20km gemeinsam, was jedem von uns

beiden aus dem zwangsläufig

auftretenden Tief half. Teamgeist siegt!

Bei Carstens Zieleinlauf (9:49:59) hatte ich dann 90 Kilometer.

Bis dahin eine Super Zeit für mich,

allerdings hatte ich dann mein Pulver verschossen und keine Lust

mehr zu kämpfen, um die PB

zu unterschreiten. Zu dem Zeitpunkt war eh klar, dass ich die einzige

in der AK verbliebene im

Rennen war.

Also gemach und unter Zuhilfenahme von weiteren kräftigenden

Getränken (ab km 40 gab es

alle 5km an der zweiten Verpflegungsstelle BIER für mich.

alkoholfrei, selbstverständlich! ;-)) bin ich

dann die letzten beiden Runden gemütlich gedackelt und hatte

nach 11:09:13 auch meinen

Hunderter eingetütet. Und einen Ruf weg! Der nette Mann an der

Verpflegungsstelle der immer

gleich hinter die Theke rannte wenn er mich sah, um mir mein

Bierchen zu reichen meinte

irgendwann."Du bist aber auch nicht nur zum LAUFEN hier, oder? " :-)

Carsten konnte seine persönliche Bestzeit um über eine Stunde

20 Minuten verbessern

und hat sich einen verdienten vierten Platz AK erlaufen. Chapeau!

Wie immer bei

einem Hunderter Zeitlauf viele DNF, ganze 56 Teilnehmer von 97

kamen ins Ziel,

und wir zwei waren dabei!

Abends ein paar verdiente Bierchen im Hotel (die Beine wollten nicht

mehr auf die Straße!)

und am Folgetag durften wir das Entspannungsprogramm schon

am frühen Nachmittag starten:

Aus dem Hotel direkt an den Bootsanleger am Kanal hinken und

dann eine vierstündige

Sightseeing-Schiffstour durch Berlin. Und weil das alles so schön

war mussten wir auch

ganz früh schon wieder kohlenhydrathaltige Getränke in

Halblitergläßern zu uns nehmen.

Schließlich hatten wir ordentlich was aufzufüllen. Carsten, der zu Beginn der Bootstour schon mit einem Eimer Schwarzbier in der Hand dastand, gab auf die Frage "Wie, Du trinkst JETZT schon?" zur Antwort: Is kein Bier, is Eiskaffee! Und seitdem heißt das bei uns Eiskaffee bze Eistee für Weißbier! ;-)

Auf dem Schiff-ausnahmsweise ohne Bier in der Hand :-)

Die Heimreise am Montag war dann sogar verspätungsfrei -was wir ebenfalls

wieder gebührend

gefeiert haben. Im Bordbistro. Man gönnt sich ja sonst nichts!!!!

Fazit: Mit einer richtig netten Truppe macht sogar

die lange Quälerei Spaß!!!!

Viel Spaß! Und vielleicht fahr ich ja im September

nochmal nach Berlin,

die Marathontruppe unterstützen. Das Bier schmeckt

dort ja sooooo gut!

 

UPDATE: Nach einem kleinen Clinch mit den Verbänden ist nun auch mein Meistertitel in der Altersklasse in den Ergebnissen des DLV aufgeführt. da gab es einige Irritationen weil meine Konkurrentin aus dem Rennen ausgestiegen ist. :-)