Lauftreff TV Ottweiler

Herbstwaldlauf Bottrop 50 km Ultra PDF Drucken E-Mail
  

Wider die herrschenden Vorurteile! Der Ruhrpott ist wunderschön!

Den Herbstwaldlauf in Bottrop hatte ich anvisiert zwecks Eingang in die Wertung der „Masters“-Klasse (oder nennt man das besser "Altenteil"?) der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung. Es war die letzte Möglichkeit für mich noch in die Cupwertung zu kommen und sollte gleichzeitig ein Test sein, ob meine Beine nach einigen Wochen Schwierigkeiten (viele lange Läufe=viel Schmerz und ein paar Entzündungen!) noch für einen 50er taugen.

Nach einer herben Enttäuschung beim vorabendlichen Kampfshoppen im nahegelegenen Oberhausen (Resultat nach einem Besuch der zweitgrößten Shoppingmall in Europa: 3 Paar Sportsocken und die Erkenntnis, dass saarländische Landeier nicht für Ausflüge in mit overdressten City-Schnepfen und -Affen vollgestopften Malls geeignet sind) wurde ich morgens in Bottrop vielfach entschädigt:

Entgegen meiner Erwartungen ein superschöner Lauf! Über 300 Starter allein auf dem 50er (darunter auch Udo Kamp, die „Lauflegende der DUV“,... ein ganz NetterKüssend.., der auch das Saarland beim 24-Stunden-Soli-Lauf beehrt hatte. :-))..

Die Strecke präsentierte sich dem Saarländer fast „wie dehemm“, mit Bergehalden, entlang von Fördertürmen, Absinkweihern, schönen Seen, durch goldglänzende Wälder über mit Laub dicht bedeckten Pfaden und Wegen. Leicht wellig und von daher nicht wirklich für Bestzeiten geeignet -zumal es viel zu warm war und ich zu üppig bekleidet-, aber eine Bestzeit hatte ich auch nicht vor. 5:15 und drüber war mein Ziel.

Die ersten 40 hab ich in 4 Stunden absolviert und dann kam die Sonne noch richtig raus.. die letzten 10 konnte ich ganz gemütlich genießen, ab und an ein Schwätzchen mit den überaus netten Menschen an den Verpflegungsstellen halten und mich reichlich an Gummibären, Schokolade, Keksen und Bier (ECHTES gab es auch, hicks!, ein Extradank an die tollen Helfer) laben.

Der Herbstwaldlauf hat mir über die ganze Länge Spaß gemacht und einen sehr schönen Teil des Ruhrgebietes gezeigt. Gerne wieder im nächsten oder übernächsten Jahr! Wer macht mit???

Aber das Allerschönste an den Ultramarathons ist für mich noch immer die -sorry- „Fress-und Trinkorgie“, die ich im Anschluss ohne jegliches schlechtes Gewissen abhalten kann. In diesem Fall ein Super-Megadöner, ein Spinat-Käse-Börek, ein halbe Tüte Gummibären, eine halbe Packung Salzstangen, ein Stück Kuchen, Nüsse,über 2 Liter Bier und und... Genial!

und jetzt habe ich fertig für dieses Jahr.Lachend

Lisa