Lauftreff TV Ottweiler

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Darüber hinaus gab es ganz offensichtlich Absprachen zwischen dem Veranstalter und  Petrus persönlich: Die Klagen der vergangenen Jahre über eine viel  zu trockene Laufstrecke hatten endlich endlich endlich!!!!! Gehör gefunden. Schlammschlacht war angesagt in diesem wahren Eldorado für Matschliebhaber und Schlammfreaks!!! Es war ein Mekka für all die, die sich gerne mal so richtig im Matsch  suhlen wollen und das zu Hause nicht dürfen!


Ein solches Geschliddere, Gesuhle und Pfützenspringen (nicht immer erfolgreich) über die Ultradistanz hatten wir noch nie.

Achim, Du hast was verpasst!

Und Sprachen konnte man gut bei diesem Internationalen Trail lernen.  Angesichts der Streckenverhältnisse überwogen allerdings Worte wie " Merde! "Shit!", " Mescht!","abscheilech!" oder "Sacrément!" Nun ja. die Fäkalworter kannte ich alle schon, so dass ich meinen Sprachschatz dann doch nicht so sehr erweitern konnte.

Ab Kilometer 40 gab es dann noch „Nass von Oben“! Für alle die noch immer nicht genug hatten. Für die anderen leider ebenso. Heureka!!

Die „echten“ Ultras konnten deshalb die -sie meist frohgemut überholenden- Staffelläufer stets zweifelsfrei an noch sauberem und trockenem Schuhwerk und ebensolcher Laufbekleidung erkennen und so den Überholenden ein gehässiges“ Weichei!!“ zuraunen- oder sich das zumindest selbst frustriert in den Bart(h) grummeln.


Aber nun zum Wesentlichen:

Carsten hat in diesem wirklich superschweren Trail (Vergesst Hartfüßler!!!  Vergeßt "Tough Runs"!!!) einen fulminanten Lauf hingelegt: Während selbst das Siegergrüppchen (Martin Schedler wurde Zweiter!) auf der geänderten Strecke rund eine halbe Stunde länger unterwegs war als im letzten Jahr, war Carsten mit 6:17 fast ebenso schnell im Ziel wie 2013- bei längerer Strecke und wesentlich höherem Schwierigkeitsgrad. CHAPEAU!

Ich selbst war zufrieden. Nachdem ich am Ende der ersten Etappe schon ans Aufgeben dachte lief es dann doch noch gut und ich kam nach 6 Stunden und 52 Minuten auch ans Ziel, wo ich nass, müpfelnd und schmuddelig von der netten Läufertruppe empfangen wurde und den gestörten Flüssigkeitshaushalt mit Bier wieder in Ordnung brachte.


Fazit: Schön wars, wie immer! Der Trail Uewersauer lohnt sich trotz der weiten Anfahrt (vor allem dann, wenn man über weite Teile der Strecke einen guten Chauffeur (diesmal mit „summa cum laude ohne jeglichen Fahrfehler“) hat ,-)

Einziger Minuspunkt in diesem Jahr  in meinen Augen: der familiäre Charakter geht so langsam verloren. Je bekannter, desto mehr Teilnehmer, desto mehr Stau, desto schneller das Essen alle, desto kühler die Duschen.. aber man kann nicht alles haben.

Nächstes Jahr kommen wir wieder, garantiert!



Pat und Patachon vor dem Start....

und während Carsten sich erschöpft die Luxemburger Alpen hochquält....

lauf ich lieber gemütlich bergab...


Lisa


weitere Bilder folgen demnächst