Lauftreff TV Ottweiler

24-Stunden Soli-Lauf in St. Ingbert PDF Drucken E-Mail
  

 

 

...genau, wie drei Hamster im Rad, so hatten Carsten, Bianca und ich uns zwischenzeitlich gefühlt...... Round and round and round it goes.... auf der Aschenbahn im Stadion.

 

Startschuss für den Solilauf war Samstag Mittag 15 Uhr, und bis in den Abend hinein war das Stadion (oder die Bahn) gut gefüllt mit rund laufenden Hamstern auf zwei Beinen ( manche davon liefen nach vielen Runden auch nicht mehr ganz rund.. ;-)), welche tapfer versuchten, mit Anstrengung und Schweiß möglichst viel Geld für einen guten Zweck (in diesem Falle Krankenhaushilfe auf den Phillipinen) zu erlaufen.

Begleitet von guter Live-Musik war das in den ersten Stunden ganz schön. Viel Spaß hatten vor allem die Kinder (geschätzt mindestens TAUSENDE...), die quirlig und in alle Richtungen zwischen den Beinen der Läufer hindurchwuselten..

Nach 6 Stunden hamstermäßigem Gerenne (nein, rennen konnte man da eigentlich nicht, viel zu viel los) hat mich allerdings die erste Depression ereilt: NEIN! NICHT noch so viele Runden, ich WILL nicht!.. und der Gedanke „Das tu ich mir nicht länger an!“ gewann die Oberhand. Also ab nach Hause in der festen Überzeugung, anderntags nur noch ein paar  Ehrenrunden zu laufen und es gut sein zu lassen.

An Schlaf war aber leider wenig zu denken, so dass ich- immerhin frisch geduscht- kurz nach 3 Uhr morgens wieder auf der Piste war.

 

O Wunder! Kaum jemand am laufen, die Kinder in den Betten, himmlische Ruhe.., leere Bahn bei Flutlicht.

Wer aber immer noch lief war Carsten! Der hatte den schwereren Weg gewählt: Durchhalten ohne Schlaf, komme was da wolle, und 100 Kilometer schaffen.

Und ebenfalls noch voller Elan und ohne Pause auf der Piste war Bianca Fuchs (welche zwar spendenmäßig offiziell diesmal für den Landkreis Neunkirchen lief, aber natürlich trotzdem eigentlich mit uns ;-)

Also zogen wir von da an Stunde um Stunde unsere Bahnen, während sich selbige ab dem Morgen wieder füllte, die Menschenmassen wieder von überall her kamen (sogar eine laufende Nonne war dann noch mit dabei!) und das Ganze erneut Volksfestcharakter annahm.

 

So gegen halb 12 war dann endgültig Schluss für das Team vom TVO. Carsten hatte seine 100 Kilometer voll, Bianca ebenso und ich hatte mein Ziel ja auch längst erreicht. Der Gedanke, noch weitere 3 Stunden auf der Bahn zu laufen oder gehen erschien uns aus irgendeinem Grund nicht sehr reizvoll und wir überließen das Feld den vielen vielen Anderen, die frisch und munter dazu kamen.

Noch ein Extra- Lob für Bianca: Praktisch ohne vorhergehendes Training (also ohne lange Läufe) einen solchen Mega- Lauf hinzulegen: Hut ab!

 

Fazit: Eine tolle Idee, mit Laufen Spendengelder für einen guten Zweck  zu erwirtschaften. Ambitionierte Läufer dürfen allerdings nicht mit ehrgeizigen Zielen dort auftauchen. Gewinnen und Bestzeiten stehen dort nicht im Vordergrund und das ist auch gut so!

 

Wie wäre es denn im nächsten Jahr mit einer großen Mannschaft vom TVO? Je mehr Leute an der Sache beteiligt sind desto mehr Spaß macht es und desto mehr Spendengelder kommen zusammen. Und gemeinsam schaffen wir bestimmt die 1000 Kilometer-Hürde!

 

Lisa